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Was ist ein Data-Science-Workflow?
Ein Data-Science-Workflow ist ein strukturierter Prozess, der Teams von einem definierten Geschäftsproblem zu einem analytischen Ergebnis führt, das das Unternehmen nutzen kann. Dieser iterative Ansatz stellt sicher, dass Data Analysts problemlos zu früheren Phasen zurückkehren können, wenn neue Erkenntnisse die strategische Ausrichtung ihres Projekts verändern.
Erweiterte Definition
Betrachten Sie einen Data-Science-Workflow als den Masterplan, der eine unpräzise geschäftliche Fragestellung in ein zuverlässiges, funktionierendes Modell verwandelt. Er bietet die dringend benötigte Struktur für Arbeiten, die sonst in verschiedenen Phasen – wie der Problemdefinition, der Datenvorbereitung und der letztendlichen Modellerstellung – leicht unübersichtlich und chaotisch werden können.
Obwohl die Begriffe „Workflow“ und „Lebenszyklus“ oft synonym verwendet werden, gibt es einen hilfreichen kleinen Unterschied zwischen ihnen. Ein Lebenszyklus betrachtet die groben Phasen, die ein Projekt im Laufe der Zeit durchläuft. Ein Workflow hingegen konzentriert sich darauf, wie Teams zwischen diesen Phasen wechseln – und wie sie sich umstellen, wenn sich anfängliche Annahmen als falsch erweisen.
Er ist zudem umfangreicher als eine Daten-Pipeline, die meist nur Daten verschiebt und transformiert. Ihr Workflow umfasst die gesamte technische Schwerstarbeit, beinhaltet aber auch, wie Sie das Problem formulieren, welche analytischen Entscheidungen Sie treffen und wie das Unternehmen Ihre Ergebnisse letztendlich nutzt.
Wie ein Data-Science-Workflow in Unternehmen und Daten angewendet wird
Unternehmen verlassen sich auf Data-Science-Workflows, um ihre Analyseprojekte fest mit realen Geschäftszielen zu verknüpfen. Normalerweise stoßen Business-Stakeholder die Dinge an, indem sie die grundlegenden Fragen festlegen und definieren, wie Erfolg aussieht.
Von dort aus steigen Data Scientists ein, um herauszufinden, ob die vorhandenen Daten diese Fragen tatsächlich beantworten können. Ein Forrester-Bericht aus dem Jahr 2026 stellt fest, dass moderne Workflows jetzt multimodale Datenunterstützung – einschließlich unstrukturierter und semistrukturierter Datenquellen – berücksichtigen müssen, um sicherzustellen, dass Unternehmen KI-fähig bleiben.
Ein gemeinsamer Workflow macht für die Teamkommunikation einen großen Unterschied. Er klärt die Übergaben zwischen Fachleuten und technischen Teams, damit die Erstellung eines Modells nicht zu einem isolierten Experiment wird. Alteryx unterstützt visuelle Workflows, die die Datenvorbereitung und analytische Modellierung über laufende Projekte hinweg einfacher reproduzierbar machen.
So sieht ein Data-Science-Workflow in der Praxis aus:
- Nachfrageprognose: Data Analysts beginnen mit einer konkreten Planungsfrage, wie etwa dem Versuch, den Lagerbedarf für das nächste Quartal auf Basis vergangener Verkäufe vorherzusagen. Der Workflow stellt sicher, dass sie bewerten, ob ihre Ergebnisse zuverlässig genug sind, um reale Kaufentscheidungen zu treffen.
- Analyse der Kundenbindung: Marketingfachleute tauchen in die Daten ein, um herauszufinden, welche Verhaltensweisen darauf hindeuten, dass eine Kundin bzw. ein Kunde ihr/sein Abonnement kündigen wird. Der Workflow sorgt dafür, dass sich alle auf dieses Hauptziel konzentrieren, und gibt Data Analysts einen klaren Weg an die Hand, ihre Modelle anzupassen, falls die ersten Ergebnisse nicht den Erwartungen entsprechen.
- Finanzplanung: Finanzteams betrachten die historische Leistung, um ihre Annahmen über zukünftige Szenarien zu testen. Das Befolgen einer definierten Abfolge stellt sicher, dass sie ihre frühen explorativen Vermutungen von validierten Ergebnissen trennen – lange bevor diese Zahlen wichtige Budgetentscheidungen beeinflussen.
- Prozessverbesserung: Führungskräfte im operativen Bereich möchten wissen, warum ein bestimmter Engpass immer wieder auftritt, und erstellen daher ein Modell, um die Grundursachen zu ermitteln. Strukturierte Kontrollpunkte auf dem Weg bestätigen, dass die Ergebnisse das tatsächliche Geschehen vor Ort widerspiegeln und nicht lediglich auf Anomalien in den Daten zurückzuführen sind.
Was macht einen Data-Science-Workflow produktionsreif?
Ein Data-Science-Workflow wird produktionsreif, wenn Teams sich außerhalb des ursprünglichen Experiments vollständig darauf verlassen können. Das bedeutet, explorative Arbeit in wiederholbare Prozesse umzuwandeln, Versionen von Daten und Code zu kontrollieren, Änderungen zu validieren und eine zuverlässige Methode zur Überwachung der Ergebnisse einzurichten, sobald der Workflow beginnt, tägliche Geschäftsentscheidungen zu unterstützen.
Um Produktions-Readiness zu erreichen, sind ebenfalls klare Verantwortlichkeiten erforderlich. Teams müssen genau wissen, wer eingreift, wenn sich die Daten ändern, die Modellleistung nachlässt oder ein nachgelagerter Geschäftsprozess plötzlich nicht mehr die erwarteten Ergebnisse liefert.
So funktioniert ein Data-Science-Workflow
Jedes Projekt hat seine Besonderheiten, aber die meisten Data-Science-Workflows folgen einem bewährten Pfad von einer klar definierten Fragestellung bis hin zu einem umfassend evaluierten Ergebnis. Es handelt sich um einen stark iterativen Prozess, was bedeutet, dass Erkenntnisse aus einer Phase die Teams oft dazu veranlassen, frühere Entscheidungen noch einmal zu überdenken und anzupassen.
Auch das Design moderner Workflows erfährt zunehmend eine hybride Erweiterung. Vorhersehbare Schritte wie Datenabruf, Validierung und Übergaben können in einer strikten Abfolge bleiben, während KI-Agenten mit definiertem Aufgabenbereich die Teile übernehmen, die mehr ergebnisoffenes Denken erfordern. Dies ist eine großartige Möglichkeit, Flexibilität zu gewinnen, ohne die Kontrolle vollständig abzugeben, und es ist besonders hilfreich, wenn es darum geht, strukturierte KI-Workflows und KI-Agenten für komplexe Aufgaben sinnvoll miteinander zu kombinieren.
Hier sind die Standardschritte eines typischen Data-Science-Workflows:
- Die geschäftliche Fragestellung definieren: Beginnen Sie damit, das genaue zu lösende Problem zu definieren und festzulegen, wie eine nützliche Antwort aussehen soll.
- Daten verstehen: Finden Sie relevante Datenquellen, um zu prüfen, ob die zur Erreichung des Ziels erforderlichen Informationen verfügbar sind.
- Daten vorbereiten: Bereinigen Sie die Daten, beheben Sie Qualitätsprobleme und bringen Sie Rohinformationen in ein nutzbares Format.
- Erkunden und modellieren: Tauchen Sie in das vorbereitete Dataset ein, um Muster zu erkennen, und wählen Sie dann den besten statistischen Ansatz für die Modellerstellung.
- Ergebnis bewerten: Stellen Sie das Modell auf die Probe, um sicherzustellen, dass es für den realen Einsatz genau genug arbeitet.
- Ergebnisse nutzen: Übergeben Sie die fertige Analyse an die Personen oder Systeme, die sie benötigen.
- Überwachen und iterieren: Behalten Sie die Dinge im Auge und überarbeiten Sie den Workflow, wenn die Leistung nachlässt oder neue Informationen die Situation verändern.
Es ist ziemlich selten, diese Schritte nur einmal zu durchlaufen. Zurückzugehen, um die Arbeit anzupassen, ist ein ganz normaler Teil des Workflows und kein Zeichen dafür, dass etwas schiefgelaufen ist.
Gängige Herausforderungen in einem Data-Science-Workflow
Selbst ein hervorragend konzipierter Workflow kann auf Hindernisse stoßen, wenn ein Projekt vom Labor in die Praxis überführt wird. Schlechte Datenqualität kann die Modellierung bereits vor dem Start vollständig zum Scheitern bringen, und unklare Zuständigkeiten führen oft zu Engpässen, wenn geschäftliche und technische Teams Entscheidungen treffen müssen. Die Reproduktion früherer Ergebnisse kann ebenfalls schwierig werden, wenn sich Daten, Code oder zugrunde liegende Abhängigkeiten ändern.
Die Herausforderungen enden nicht mit der Bereitstellung. Modelle können an Genauigkeit verlieren, wenn sich die Bedingungen in der Praxis ändern. Daher benötigen Teams eine solide Methode, um die Leistung zu überwachen, Änderungen zu dokumentieren und genau zu entscheiden, wann es an der Zeit ist, zu einer früheren Phase zurückzukehren. Die Integration dieser Checkpoints in den Workflow sorgt dafür, dass die Analyse auch bei fortschreitendem Projekt zuverlässig bleibt.
Wie KI Data-Science-Workflows verändert
Der Workflow erweitert sich ebenfalls, da KI-Assistenten zunehmend mehr als nur die Codegenerierung unterstützen. Teams können nun KI-Tools über Datenschemata, Dokumentationen, Code-Repositorys und Ausführungsumgebungen hinweg verbinden, was Data Analysts mehr Kontext bietet, während sie den gesamten Data-Science-Workflow durchlaufen.
Laut Gartner werden Unternehmen bis 2026 verstärkt auf „AI-First“-Betriebsmodelle setzen, bei denen Daten eine zentrale Rolle in jeder Entscheidung spielen – was ein strukturiertes Daten-Framework wichtiger macht denn je.
Aber nur weil KI im Spiel ist, bedeutet das nicht, dass Sie auf einen strukturierten Workflow verzichten können. Im Gegenteil: Zuverlässigkeit und menschliche Kontrolle werden dadurch noch wichtiger. Teams benötigen weiterhin klare Kontrollpunkte, um Ergebnisse zu validieren, die Kosten im Blick zu behalten und genau zu entscheiden, wann menschliches Urteilsvermögen die Steuerung von automatisierten Prozessen wieder übernehmen muss.
Beispiele und Use Cases
Ein solider Workflow schafft die nötige Struktur, wenn es darum geht, eine komplexe analytische Fragestellung unternehmensweit zu koordinieren. Er hilft verschiedenen Teams dabei, den direkten Zusammenhang zwischen ihrer technischen Modellierung und den strategischen Zielen im Blick zu behalten.
Hier sind einige Möglichkeiten, wie ein Data-Science-Workflow in verschiedenen Geschäftsbereichen eingesetzt wird:
- Personalwesen: Die Bewertung der Effektivität von Einstellungsverfahren über verschiedene Abteilungen hinweg gestaltet sich bei Anwendung dieses Prozesses deutlich einfacher. Strukturierte Kontrollpunkte helfen Personalverantwortlichen dabei, jene Kennzahlen aus Vorstellungsgesprächen zu identifizieren, die tatsächlich mit dem langfristigen Erfolg von Mitarbeiter:innen korrelieren.
- Vertriebssteuerung: Um die Ansprache potenzieller Großkunden zu priorisieren, nutzen Vertriebsverantwortliche diese Methodik zur stetigen Optimierung ihrer Scoring-Algorithmen. Die kontinuierliche Evaluierung stellt dabei auch bei sich wandelnden Marktbedingungen eine hohe Genauigkeit sicher.
- Lieferkettenmanagement: Die Optimierung der Bestandsverteilung auf regionale Lager erfordert ein solides Framework. Durch den Rückgriff auf die Phase der Datenaufbereitung können Planer:innen ihre Modelle schnell anpassen, wenn sich Transportwege unerwartet ändern.
Branchenbeispiele
Dieselbe Struktur leistet in unterschiedlichsten Branchen wertvolle Dienste. Auch wenn die grundlegenden Schritte weitgehend gleich bleiben, unterscheiden sich die strategischen Fragestellungen und die erforderlichen Nachweise je nach Markt erheblich.
Hier sind verschiedene Möglichkeiten, wie Data-Science-Workflows in verschiedenen Branchen eingesetzt werden:
- Gesundheitswesen: Prognosemodelle können Patient:innen identifizieren, bei denen ein erhöhtes Risiko für klinische Komplikationen besteht. Bevor diese Algorithmen im klinischen Alltag zum Einsatz kommen, müssen Krankenhausverantwortliche sorgfältig prüfen, ob sie sicher und für das jeweilige Versorgungsumfeld geeignet sind.
- Fertigung: Die Auswertung von Produktionsdaten hilft dabei, Muster aufzudecken, die mit systematischen Produktfehlern zusammenhängen. Erkenntnisse aus der Modellierungsphase veranlassen Data Analysts oft dazu, zunächst die Sensorqualität zu überprüfen, bevor sie Empfehlungen an die Werksleitung weitergeben.
- Finanzdienstleistungen: Die sichere Entwicklung neuer Algorithmen zur Betrugserkennung stützt sich maßgeblich auf diesen strukturierten Ablauf. Kontinuierliche Tests stellen sicher, dass die Modelle verdächtige Aktivitäten zuverlässig genug erkennen, um die Anforderungen der Regulierungsbehörden zu erfüllen.
- Öffentlicher Sektor: Die Analyse öffentlicher Daten hilft zu ermitteln, welche Infrastrukturprojekte vorrangig behandelt werden müssen. Dank des standardisierten Prozesses können Data Analysts im öffentlichen Dienst ihre technische Arbeit direkt mit politischen Fragestellungen verknüpfen und so sicherstellen, dass die Ergebnisse eine sinnvolle Grundlage für öffentliche Entscheidungen bilden.
Häufig gestellte Fragen
Wie gestaltet man einen Data-Science-Workflow reproduzierbar?
Ein reproduzierbarer Workflow bedeutet, dass jedes andere Teammitglied genau denselben Prozess nachvollziehen und verstehen kann, wie ein Ergebnis zustande gekommen ist. Teams erreichen dies, indem sie ihre Datenquellen dokumentieren, Code und Abhängigkeiten nachverfolgen, analytische Entscheidungen klar festhalten und sicherstellen, dass sich wesentliche Schritte bei Datenänderungen leicht wiederholen lassen.
Wie überführt man einen Data-Science-Workflow von der Experimentierphase in den Produktivbetrieb?
Dieser Schritt bedeutet, explorative Arbeit in einen Prozess zu verwandeln, der in der realen Welt zuverlässig funktioniert. Um dies zu erreichen, müssen Teams ihre Modelle validieren, die Datenvorbereitung standardisieren, solide Tests und Überwachungen einrichten und genau festlegen, wie das Endergebnis die Personen oder Systeme erreicht, die darauf angewiesen sind.
Welche Tools werden in einem modernen Data-Science-Workflow verwendet?
Das konkrete Toolset hängt vom jeweiligen Projekt ab. Eine moderne Umgebung umfasst in der Regel Umgebungen zur Datenvorbereitung, Notebooks oder Code-Editoren, Versionskontrolle, Plattformen für die Modellentwicklung sowie Überwachungssysteme für den Produktivbetrieb. Entscheidend ist nicht die Vorgabe eines bestimmten Technologie-Stacks, sondern dass die Tools einen durchgängigen, reproduzierbaren Prozess unterstützen, von der ersten Analyse bis hin zur Bereitstellung.
Kann KI einen Data-Science-Workflow automatisieren?
KI trägt definitiv dazu bei, verschiedene Phasen zu unterstützen, wie z. B. Datenexploration, Codegenerierung und sogar Teile der Modellentwicklung. Einige der fortschrittlicheren Systeme können sogar verschiedene Tools innerhalb des Workflows koordinieren. Dennoch ist menschliche Aufsicht absolut unerlässlich, um das tatsächliche Geschäftsproblem zu definieren, die Ergebnisse zu bewerten und zu entscheiden, wie diese Ergebnisse verwendet werden sollen.
Was ist der Unterschied zwischen einem Data-Science-Workflow und einer Machine-Learning-Pipeline?
Eine Machine-Learning-Pipeline konzentriert sich stark auf die technischen Schritte, die erforderlich sind, um Daten vorzubereiten, ein Modell zu trainieren, es zu bewerten und in die Produktion zu überführen. Ein Data-Science-Workflow betrachtet das Gesamtbild wesentlich umfassender. Er umfasst all diese technischen Schritte, beinhaltet aber auch die anfängliche Problemdefinition, die explorative Analyse, die geschäftliche Interpretation und die endgültigen Entscheidungen darüber, wie die Ergebnisse angewendet werden sollen.
Weitere Ressourcen zu Data-Science-Workflows
- Webinar | How Data Science Teams Create Value
- Blog | Skalierung über Tabellenkalkulationen hinaus: Plattformen für die Analyse großer Datenmengen
- Blog | Datenanalysetools, die die Datenvorbereitungszeit reduzieren
- Blog | Wie Data Analysts Daten-Pipelines ohne Code erstellen
- Blog | KI hat den Bericht erstellt, aber kann Ihr Unternehmen ihm vertrauen?
Quellen und Referenzen
- Towards Data Science | Beyond Code Generation: AI for the Full Data Science Workflow
- Towards Data Science | A Developer’s Guide to Building Scalable AI Workflows vs Agents
- Gartner | Gartner Identifies the Top Trends for Data and Analytics
- Forrester | The Forrester Wave™: Data Quality Solutions, Q1 2026
Synonyme
- Data-Science-Prozess
- Data Science-Lebenszyklus
- Data-Science-Projekt-Workflow
- Analyse-Workflow
- Analyse-Pipeline
Dazugehörige Begriffe
- Data Science
- Datenvorbereitung
- Machine Learning (ML)
- Machine Learning Operations (MLOps)
- DATENPIPELINE
Zuletzt überprüft: August 2026
Alteryx Redaktionsstandards und Überprüfung
Dieser Glossareintrag wurde vom Alteryx Content-Team erstellt und auf Klarheit, Genauigkeit und Übereinstimmung mit unserem Fachwissen in Data Analytics Automation überprüft.